Die Familie Murr lebte zwei Jahre vom August 2008 bis Juli 2010 in Kairo. Ein extremer Kontrast zum Leben in Deutschland. Lesen sie, was einer Familie so alles widerfährt im Guten, wie im Unerfreulichem.
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Das Abenteuer Kairo ist vorbei. Es war vor allem eine schnelle, spannende und stressige Zeit. In Kairo ist das Leben schnell und intensiv. Wir gehen mit sehr gespaltenen Gefühlen. Das Wort "Hassliebe" trifft es wohl am Besten. Während ich hier in Nuweiba sitze und diese Zeilen schreibe, bin ich mir schon nicht mehr sicher, ob es wirklich eine gute Idee ist, zurück nach Deutschland zu gehen. Es drückt mir schon jetzt eine Wehmutsträne in die Augen.
Hermann Hesse hat in einem seiner Gedichte geschrieben: "Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen"
Das fällt mir das erste Mal in meinem Leben schwer. Die große Herzlichkeit der Ägypter hat mir wohl das erste Mal etwas Heimat gegeben.
Nun versuchen wir erst mal, die Heimfahrt so ruhig und gemütlich wie möglich zu gestalten um der Fahrt das Gefühl von Urlaub zu geben.
Am 20. Juli, inshallah, werden wir in München eintreffen. Da Petra noch keine Bescheide der diversen Kultusministerien zu ihrem Quereinstieg hat, ist unsere Zukunft in Deutschland noch völlig offen. In welches Bundesland es und verschlägt und wie wir mit Deutschland nach zwei Jahren Kairo klar kommen, wird sich zeigen.
Aber das wird der Stoff für weitere Geschichten sein unter dem Motto:
"Wieder in Deutschland, oder welcher Schwachkopf kam auf die dumme Idee, zurück zu gehen."
Allah's Wege sind unergründlich.
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